Neues Mutterschutzgesetz für bestmöglichen Schutz

Seit Anfang des Jahres gilt das novellierte Mutterschutzgesetz – die verschärften Anforderungen gelten für alle Arbeitgeber. So wird der erweiterte Schutz der werdenden Mutter und ihres Kindes am Arbeits- und Ausbildungsplatz gewährleistet.

Während der Schwangerschaft, nach der Entbindung und in der Stillzeit gilt der besondere Schutz für Mitarbeiterinnen. Dazu gehören unter anderem die Schutzfristen mit dem Beschäftigungsverbot sechs Wochen vor und acht nach der Entbindung. Auch ist in der Regel eine Mehrarbeit (über 8,5 Stunden täglich oder 90 Stunden je Doppelwoche) verboten und eine Ruhezeit von mindestens 11 Stunden einzuhalten. Grundsätzlich ausgeschlossen sind zudem Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit. Für Untersuchungen und zum Stillen stellt der Arbeitgeber die Mitarbeiterin frei.

Um den notwendigen Schutz zu gewähren, benötigt der Arbeitgeber so früh wie möglich die Information zur Schwangerschaft sowie dem voraussichtlichen Tag der Entbindung. Wenn eine Frau ihre Schwangerschaft mitteilt, ist der Arbeitgeber verpflichtet, die Bezirksregierung als zuständige Aufsichtsbehörde unverzüglich zu benachrichtigen.

Schutz am Arbeitsplatz

Der Arbeitgeber hat insbesondere sicherzustellen, dass die Mitarbeiterin nicht mit unzulässigen Tätigkeiten (wie den Umgang mit Gefahrstoffen oder Biostoffen) beauftragt wird. Auch die sogenannte „unverantwortbare Gefährdung“ (wie durch physikalische oder körperliche Belastungen) muss ausgeschlossen werden.

Unterweisung durch Vorgesetzte

Die notwendigen Anpassungen der Arbeitsbedingungen legen Arbeitgeber und Schwangere bzw. Stillende in einem Gespräch fest, welches der jeweilige Vorgesetzte der Mitarbeiterin anbieten muss. Dabei steht im Mittelpunkt, anhand der Gefährdungsbeurteilung zu Schutzmaßnahmen zu informieren. Eine Sicherheitsfachkraft begleitet das Gespräch.

Die ADUG empfiehlt zudem allen Vorgesetzten in Unternehmen, die Anforderungen zum Mutterschutz in die Jahresunterweisungen aufzunehmen und in den Gefährdungsbeurteilungen zu veröffentlichen.

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