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Wichtige Änderungen im Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G)

Eine Neufassung des Energiedienstleistungsgesetzes (EDL-G) wurde am 28. Juni 2019 im Bundestag beschlossen. Die Bestätigung der Änderungen durch den Bundesrat steht aktuell noch aus (Stand Juli 2019), gilt aber als sicher. Wir fassen die wichtigsten Neuerungen für Sie zusammen!

Befreiung für Nicht-KMU mit geringem Energieverbrauch

Nicht-KMU, die im Jahr einen Gesamtenergieverbrauch von 500.000 kWh oder weniger haben, sind von der Verpflichtung ein Energieaudit durchzuführen ausgenommen. Befreite Unternehmen müssen dennoch eine Online-Energieauditerklärung abgeben. Folgende Angaben sind erforderlich:

• Unternehmensdaten
• Gesamtenergieverbrauch in KWh/Jahr je Energieträger
• Energiekosten in Euro/Jahr je Energieträger

Unternehmen müssen Energieaudit nachweisen

Unternehmen, die zu einem Energieaudit verpflichtet sind, müssen dessen Durchführung aktiv gegenüber dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) nachweisen. Bisher hat sich das BAFA auf Stichproben beschränkt. In der Online-Energieauditerklärung sind folgende Angaben notwendig:

• Unternehmensdaten
• Angaben zur Person, die das Energieaudit durchgeführt hat
• Gesamtenergieverbrauch in KWh/Jahr je Energieträger
• Energiekosten in Euro/Jahr je Energieträger
• Vorgeschlagene Maßnahmen inkl. der Investitionskosten, der Nutzungsdauer und der zu er-   wartenden Energieeinsparungen
• Kosten des Energieaudits (unternehmensintern und -extern)

Mit ADUG durchs Audit

Neu ist auch: Personen, die ein Energieaudit durchführen, müssen sich registrieren lassen und Fortbildungen nachweisen. Die Berater von ADUG erfüllen diese neuen Anforderungen schon heute.
Kommen Sie auf uns zu, wenn Ihr Unternehmen zum Energieaudit verpflichtet ist oder wenn Sie Fragen haben. Wir freuen uns auf Ihren Anruf!

Neues Mutterschutzgesetz für bestmöglichen Schutz

Seit Anfang des Jahres gilt das novellierte Mutterschutzgesetz – die verschärften Anforderungen gelten für alle Arbeitgeber. So wird der erweiterte Schutz der werdenden Mutter und ihres Kindes am Arbeits- und Ausbildungsplatz gewährleistet.

Während der Schwangerschaft, nach der Entbindung und in der Stillzeit gilt der besondere Schutz für Mitarbeiterinnen. Dazu gehören unter anderem die Schutzfristen mit dem Beschäftigungsverbot sechs Wochen vor und acht nach der Entbindung. Auch ist in der Regel eine Mehrarbeit (über 8,5 Stunden täglich oder 90 Stunden je Doppelwoche) verboten und eine Ruhezeit von mindestens 11 Stunden einzuhalten. Grundsätzlich ausgeschlossen sind zudem Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit. Für Untersuchungen und zum Stillen stellt der Arbeitgeber die Mitarbeiterin frei.

Um den notwendigen Schutz zu gewähren, benötigt der Arbeitgeber so früh wie möglich die Information zur Schwangerschaft sowie dem voraussichtlichen Tag der Entbindung. Wenn eine Frau ihre Schwangerschaft mitteilt, ist der Arbeitgeber verpflichtet, die Bezirksregierung als zuständige Aufsichtsbehörde unverzüglich zu benachrichtigen.

Schutz am Arbeitsplatz

Der Arbeitgeber hat insbesondere sicherzustellen, dass die Mitarbeiterin nicht mit unzulässigen Tätigkeiten (wie den Umgang mit Gefahrstoffen oder Biostoffen) beauftragt wird. Auch die sogenannte „unverantwortbare Gefährdung“ (wie durch physikalische oder körperliche Belastungen) muss ausgeschlossen werden.

Unterweisung durch Vorgesetzte

Die notwendigen Anpassungen der Arbeitsbedingungen legen Arbeitgeber und Schwangere bzw. Stillende in einem Gespräch fest, welches der jeweilige Vorgesetzte der Mitarbeiterin anbieten muss. Dabei steht im Mittelpunkt, anhand der Gefährdungsbeurteilung zu Schutzmaßnahmen zu informieren. Eine Sicherheitsfachkraft begleitet das Gespräch.

Die ADUG empfiehlt zudem allen Vorgesetzten in Unternehmen, die Anforderungen zum Mutterschutz in die Jahresunterweisungen aufzunehmen und in den Gefährdungsbeurteilungen zu veröffentlichen.

Sprechen Sie uns an - wir unterstützen Sie mit Rat und Tat. Für sichere Arbeitswelten.